Warum es so wichtig ist sein Zuhause „zu beachten“

Ein kleiner Gedankengang

Wir alle Leben in einer Welt, die voll von Reizen ist. Eine Reizüberflutung findet fast zu jedem Zeitpunkt unseres Tages statt, da wir uns der Informationsflut, des Konsums und den täglichen (vermeintlich hohen) Anforderungen kaum entziehen können. Diesen „Druck“ übertragen wir auf Partner, Freunde, Arbeitskollegen oder unsere Kinder. Die dauerhafte Anspannung schwingt von Mensch zu Mensch. So das, das Gefühl der zwanghaften Absicherung und Leistung von Generation zu Generation wächst. Die Außendarstellung rückt weiter in den Mittelpunkt. Und das Gefühl nicht umfassend informiert zu sein, lenkt uns ständig in eine Richtung die nichts mehr mit unseren eigenen Wünschen und Fähigkeiten zu tun hat.

 

Die Achtsamkeit für uns ganz persönlich kommt viel zu kurz und es bleibt keine Zeit für den inneren Rahmen oder Raum. Aus Langeweile oder Faulenzen wollen wird fernsehen, chatten, essen oder alles zusammen, was uns wieder mit Informationen versorgt die ein Ungleichgewicht unterstützen. Dem hinzu kommt, dass Phasen der Ruhe meist als unangenehm oder gar als unproduktiv empfunden werden. Es liegt ein dauerhaftes Flirren in der Luft.

Wir brauchen einen Ort auf der Welt der uns den Impuls gibt inne zu halten. In Ruhe der inneren Stimme zu lauschen, sich abzugrenzen und selbst genug zu sein. Was, wenn wir nicht einmal mehr in unserem Heim auftanken! Eine Überlegung, die sich wirklich lohnt.

Was brauchen wir eigentlich um unsere persönliche Oase zu bewohnen?

Nur einige Beispiele!

Auf jeden Fall brauchen wir wenig Kram der rumliegt. Trenne Dich von allem was Du nicht wirklich brauchst
oder liebst. Wir sind überflutet von Dingen die wir nicht brauchen.

 

Aufgeräumte Tische, Regale und Schränke. Was wir besitzen braucht einen Platz. Benenne Deine Habseligkeiten und weise ihnen einen Platz zu. Du allein bist Entscheidungsträger. Du entscheidest was du hast, sonst hat es Dich. Außerdem räume nach dem Essen oder Arbeiten immer den Tisch frei. Das gibt ein klares und einladendes Gefühl.

 

Wenig Staub. Versuche regelmäßig den Staub in der Wohnung zu reduzieren. Staub lässt alles leblos und grau erscheinen. Es zeichnet sich ab wie wenig wir unser Sachen benutzen und wie selten wir die Dinge brauchen. Zudem lässt zu viel Staub auch keinen freien Atemzug zu.

 

Keine Kleidung und Wäsche auf dem Boden und den Möbelstücken. Es ist gar nicht so schwer sich daran zu gewöhnen, seine Kleidung in Schrank oder Wäschekorb zu verfrachten.

 

Übervolle Pinnwände oder Kühlschränke mit Fotos und Zetteln aller Art immer wieder aussortieren. Das macht Spaß, weckt Erinnerungen und lässt Dinge abschließen. Was vorbei ist darf weg und Du bist nicht ständig dem Reiz ausgesetzt immer wieder drauf gucken zu müssen.

 

Geräte ausschalten. Schalte doch einfach mal alle elektronischen Geräte aus die Du gerade nicht nutzt. Wir unterschätzen die Auswirkung, z.B. des Radios was im Nebenzimmer leise plänkelt. Vom Handy das stets auf uns lauert mal ganz zu schweigen.

 

Passende Beleuchtung oder Tageslicht? Gehe einmal bewusst durch Deine Wohnung und überprüfe die Beleuchtung. Was gefällt Dir eigentlich wirklich. Welches Licht strengt einfach nur an.

 

Türen anlehnen oder schließen. Du brauchst nicht immer das ganzes Heim in Deinem Sichtfeld.
Es ist auch mal gut einfach zu trennen.

 

Genug Sauerstoff. Lasse mindestens zweimal täglich Luft herein. Verstehe Deine Wohnung oder Dein Haus als etwas was genau wie Du, genährt werden muss.

 

Fenster putzen. Die Fenster als Augen unserer Wohnung oder unseres Hauses. Durch sie schauen wir in die Welt drum herum und auch die Welt schaut durch sie hinein. Ein freier klarer Blick tut unsere Seele gut.

 

Nach Hause kommen und Tasche auspacken. Komme immer bewusst zu Hause an. Nimm Dir die Zeit Deine Dinge an Ort zu Stelle zu schaffen. Nicht nur Schuhe und Jacken haben ihren Platz. Auch Taschen und Einkäufe sollen sich zu Hause fühlen dürfen.

 

Es ist sicher immer sinnvoll, mehr Klarheit in sein eigenes Haus zu bringen. Das Haus als unser Kokon, unsere Stärke, unsere Konstitution. Sortierte und beachtete Deine Dinge, Schränke, Regale, Betten, Räume und Flächen. Eine reizarme und saubere Umgebungen veranlasst zu mehr innerer Ruhe, Konzentration und Kreativität.

 

Nicht nur wir, sondern (sehr wichtig) auch unsere Kinder benötigen eine ruhige und stressfreie Atmosphäre um zu reifen. Auch ihre Welt ist schon im jüngsten Alter so reiz überflutet, dass das Zuhause immer mehr an Wichtigkeit gewinnt. Und als Oase fungieren sollte. Das erfordert dauerhafte Beachtung und Selbstliebe.