Schnalle der Pflicht - ©

Momente in dieser Zeit 04*2022


Einstweilen schlief ich

in meinem Bett

ich stand auf

sprang ins Korsett

unzählige Schnallen

zierten mich

unter ihnen
waren Ordnung und Pflicht

noch war es lose

es drückte mich nicht

dann zog das Leben

an der Schnalle der Pflicht

 

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Königinnen sind wir

mit unseren Bäuchen

mit unseren Herzen

regieren wir

zuwider aller Schmerzen

existieren wir

heben das Leben

sind sichtbar

wir sind eloquent

weht auch der Wind

in harten Zügen

kennen Antwort

und Fragen

entlarven die Lügen



Blickwinkel


Kennst Du das, wenn eine Bühne in Dir stirbt

weil Dir die Welt so groß erscheint

 

Wenn selbst in kleinen, seichten Zeiten

ein milder Seufzer in Dir weint

 

Du schlafen könnst, zu jeder Zeit

und Tage niemals lang genug, trotz Müdigkeit

 

Du versuchst mit bloßen Händen

Dich als Dompteur und Architekt

 

Dein großes Bauwerk zu vollenden

aber es hat keinen Zweck

 

Kannst noch so handeln, phantasiern

bist noch so, dafür vorgesehn

 

Wenn sich der Vorhang, hat geschlossen

musst Du von der Bühne gehn

 

Das Problem zu akzeptieren,

dass nicht jeder Moment der Richtige ist

 

Genauso stark dann zu agieren

und sehen, wie fantastisch Du bist

 

Umzuschichten - Auszulagern

tiefer zu graben - ganz ohne Groll

 

Seiner selbst die Treue zu wahren

in jeder Zeit, sich selbst zur Stell

 

Mit Liebe und dem weiten Blick

hier und jetzt und nicht zurück

 

2010 Annika

Fruchtbare Tage sind Heute

Jetzt gilt es zu begreifen

was wirklich ist

Nicht Angst und Schmerzen

Die Größe unsrer Herzen

und das ist gewiss

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